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Teil 17 Meister aller (Steuer-)Klassen - Theresas Weg zum TaxMaster

Teil 17 - 2021 und der erste Monat ist bereits Geschichte. Hat Theresa sich wieder an das Arbeitsleben gewöhnt und wie sehen die nächsten Pläne aus?

Hallo liebe Tax Freunde!

Der erste Monat des Jahres 2021 ist vorbei und es gibt schon wieder viel zu berichten:

Zum einen bin ich nun wieder vollends im Arbeitsleben angekommen. Nach der langen Freistellung im letzten Jahr hat das bei mir etwas länger gedauert, aber nun sitze ich wieder fest im Sattel und lerne mehr und mehr die praktische Arbeit zu schätzen, jetzt, wo ich lange Zeit mit der Aneignung von steuerlichem Theoriewissen verbracht habe. Wie viele von euch bereits wissen, arbeite ich in der Transaktionsberatung bzw. M&A Tax in der internationalen Steuerabteilung der BDO WPG. Obwohl man in diesem Bereich viele Inhalte des Steuerberaterexamens nur indirekt brauch, gibt es doch viele Situationen und Fälle, in denen ich wegen meines nun besseren Grundverständnisses des Steuerrechts die Ausgangssituation schneller und tiefgreifender erfassen kann und im nächsten Schritt auch einen zielgerichteteren Beratungsansatz bieten kann. Natürlich buche ich in meinem Arbeitsalltag nicht Maschine an Bank aber buchhalterisch verstanden zu haben, welche Auswirkungen beispielsweise Darlehensbeziehungen/Finanzierungsstrukturen und Zins- und Lizenzzahlungen auch über die Grenze hinweg auf die Bücher unserer Mandanten haben, hat mir ungemein geholfen, verschiedene Wechselbeziehungen und auch betriebs- und volkswirtschaftliche Perspektiven zu verstehen (Stichwort Gewinnverlagerung). Gerade die Examensinhalte zum KStR und UmwStR sind mein täglich´ Brot und die unzähligen und nun verinnerlichten Klausurfälle begegnen mir in der Praxis öfter als ich erwartet hätte. Somit habe ich trotz nicht bestandenem Examen einen unglaublichen Mehrwert aus der Vorbereitung darauf und es war keineswegs vergeudete Zeit. Ich sehe es so: Wenn ich den ganzen Spaß jetzt noch einmal durchmache, kann ich im Berufsalltag anschließend die Beispielfälle und Lösungsvorschläge ja geradezu aus der Hüfte schießen und bleibe dabei automatisch auch noch auf dem neuesten Rechtstand ;-)

Was dem Steuerberaterexamen jedoch an Gestaltungsfreiheit für den Prüfling fehlt („im Zweifel ist Verwaltungsauffassung zu anzuwenden“), bietet der TaxMaster umso mehr: Immer wieder erkenne ich bei Transaktionen Studieninhalte wieder und bin beispielsweise im Umgang mit Doppelbesteuerungsabkommen erstaunlich sicher (ohne mich hier selbst loben zu wollen). Gerade Modul 7, die Tax Planning Days, sind eine wahre Wundertüte der steuerlichen Gestaltungsoptionen, der ich mich in der Praxis nicht selten bediene. Mehr als einmal habe ich die Skripte zu diesem Modul zu Rate gezogen und tatsächlich auf den aktuellen Fall auf meinem Tisch anwenden können.

Abgesehen vom spannenden Arbeitsalltag geht es für mich jetzt natürlich wieder an´s Pläne schmieden: Wie bereite ich mich auf Runde zwei des Steuerberaterexamens vor? Werde ich noch einmal freigestellt? Wenn ja, wie lange? Fragen über Fragen, die ich noch nicht alle beantworten kann. Fakt ist, dass ich grandiose Vorgesetzte habe, die sehr verständnisvoll mit der Tatsache umgegangen sind, dass ich durchgefallen bin. Mehr noch, man wird motiviert und im positiven Sinne gepusht, es noch einmal mit voller Power und Motivation anzugehen und ich werde für weitere drei Monate (Juli bis September) freigestellt. Was die Kurse angeht werde ich definitiv noch einmal die Intensiv-Klausurenkurse 1 und 2 bei Endriss besuchen, die mir schon letztes Jahr sehr gut gefallen haben. Ob ich bis zur Freistellung noch einen Fernkurs belege und auch in der Freistellung selbst lieber für mich oder doch im Rahmen eines Präsenzkurses lerne, muss ich mir noch überlegen. Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden. Eins ist sicher: Ich bin absolut ready, diese Hürde noch einmal zu nehmen und der Herausforderung entgegen zu treten. Das Leben wäre ja langweilig ohne den ein oder anderen Berg, der (zweimal) zu erklimmen ist!

Zuletzt möchte ich noch loswerden, dass ich mich endlich an die Dauer-Home-Office-Situation adaptiert habe. Seit März 2020 sind bei uns alle von zu Hause aus am Arbeiten und gegen Ende letzten Jahres schlug es mir zunehmend auf´s Gemüt. Dieser unglaublich abwechslungslose und eintönige Alltag und die sich aneinanderreihenden Tage bestehend aus Arbeit, Essen, Schlafen, Arbeit, Essen, Schlafen, ließen meine Stimmung ziemlich in den Keller fallen. Das geht momentan ja der ganzen Welt so. Anfang Januar wurde mir dann klar, dass ich das auf Dauer in dieser Form nicht durchhalte und keine Lust habe fortwährend schlecht drauf zu sein. Also habe ich beschlossen, jeden Tag um 16 Uhr eine Arbeitspause einzulegen, Sport zu treiben und vor allem raus an die frische Luft und ans Tageslicht zu gehen. Gegen Abend arbeite ich dann etwas weiter. Das gibt mir einen wunderbaren Ausgleich und das Gefühl, dass ich auch noch etwas anderes tue als am PC zu sitzen oder im Bett zu liegen. Gerade im Winter, wenn es dunkel ist, wenn man aufsteht und wieder dunkel, wenn man den Computer ausschaltet, kann eine Joggingrunde bei Sonnenschein Wunder bewirken. Auch lerne ich gerade Klavierspielen und schaffe mir so mein eigenes kleines Anti-Bad-Mood-System.

So, jetzt muss ich los und wünsche euch noch ein schönes Wochenende und viel Durchhaltevermögen was den Lockdown angeht – zusammen schaffen wir auch noch die nächsten Paar Monate! #AHA

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