Das Steuerberaterexamen gilt als eine der anspruchsvollsten und schwierigsten Prüfungen in Deutschland. Rund jeder zweite angehende Steuerberater scheitert im ersten Versuch. Die aktuelle Bestehensquote (2024/25) von 52,1 Prozent zeigt einen leichten aufwärtstrend im Vergleich zu den Ergebnissen der letzten Jahre. In der folgenden Übersicht erhalten Sie die Prüfungsergebnisse und Statistiken, inklusive Detailanalyse aller Bundesländer.
Die Ergebnisse der Steuerberaterprüfung
- Zulassungsanträge: 5.525
- zur Prüfung zugelassen: 5.435
- Teilnahme schriftliche Prüfung: 4.300
- schriftliche Prüfung (nicht bestanden): 1.886
- zur mündlichen Prüfung geladen: 2.414
- Insgesamt bestanden: 2.242


Jahresübersicht Bestehensquote

Die Ergebnisse der Steuerberaterprüfung unterscheiden sich teilweise deutlich zwischen den Kammerbezirken. 2024/25 führte Rheinland-Pfalz die Erfolgstabelle mit einer Bestehensquote von 60,3 Prozent an. Dicht gefolgt von Bremen mit 55,9 Prozent, die die zweithöchste Erfolgsquote vermeldeten.
Folgend die Bestehensquote 2024/2025 auf einen Blick:
Bundesland | insgesamt bestanden |
Baden-Württemberg | 53,5 Prozent |
Bayern | 50,2 Prozent |
Berlin | 39,9 Prozent |
Brandenburg | 53,4 Prozent |
Bremen | 55,9 Prozent |
Hamburg | 52,7 Prozent |
Hessen | 52,0 Prozent |
Mecklenburg-Vorpommern | 42,1 Prozent |
Niedersachsen | 52,7 Prozent |
Nordrhein-Westfalen | 55,0 Prozent |
Rheinland-Pfalz | 60,3 Prozent |
Saarland | 44,7 Prozent |
Sachsen | 49,5 Prozent |
Sachsen-Anhalt | 54,2 Prozent |
Schleswig-Holstein | 42,2 Prozent |
Thüringen | 51,4 Prozent |
Bundesweit | 52,1 Prozent |
Die Ergebnisse der Klausuren
Legt man den Fokus nur auf die schriftliche Prüfung, dann ist die Erfolgsquote mit 56,1 Prozent im Durchschnitt etwas besser als im Gesamtergebnis. Im Jahr fiel diese etwas 55,5 Prozent etwa geringer. Die Bestehensquote ist demnachim schriftlichen Bereich leicht gestiegen. Auch hier unterscheiden sich die Quoten mit Blick auf die einzelnen Regionen: Liegen die Bestehensquoten in Rheinland-Pfalz bei 61,0 und Bremen bei 55, 9 Prozent, so liegen sie in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern jeweils bei 40,4 und 47,4 Prozent. (Quelle: https://www.nwb.de/steuerberaterpruefung-ergebnisse)
Bundesland | Schriftliche Prüfung nicht bestanden |
Baden-Württemberg | 42,9 Prozent |
Bayern | 43,3 Prozent |
Berlin | 59,6 Prozent |
Brandenburg | 46,6 Prozent |
Bremen | 44,1 Prozent |
Hamburg | 43 Prozent |
Hessen | 46,7 Prozent |
Mecklenburg-Vorpommern | 52,6 Prozent |
Niedersachsen | 42,7 Prozent |
Nordrhein-Westfalen | 39,6 Prozent |
Rheinland-Pfalz | 39 Prozent |
Saarland | 52,6 Prozent |
Sachsen | 49,5 Prozent |
Sachsen-Anhalt | 45,8 Prozent |
Schleswig-Holstein | 54,9 Prozent |
Thüringen | 48,6 Prozent |
Bundesgebiet | 43,9 Prozent |
Warum sind die Prüfungen so schwer?
Die Finanzbehörden begründen das hohe Niveau der Steuerberaterprüfung mit der hohen Verantwortung, die ein Steuerberater, ähnlich wie ein Wirtschaftsprüfer, trägt. Entsprechend werden die Kandidaten auf Herz und Nieren geprüft. Das abgefragte Wissen ist breit, tief und vielschichtig. Neben dem Steuerrecht kommen Aufgabenstellungen aus zahlreichen anderen Rechtsgebieten dazu, darunter:
- Verfahrensrecht, Bewertungsrecht,
- Einkommensteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und internationales Steuerrecht,
- Buchführung, Bilanzwesen und Umwandlungssteuerrecht.
Zugleich wird in den Klausuren das Wissen nicht einfach abgefragt. Die Prüfungskandidaten müssen die gelernten Inhalte auf Praxisfälle anwenden und die Aufgabe in Form eines Gutachtens bearbeiten. Nur wer in den Klausuren mindestens die Note 4,5 erzielt, wird zur mündlichen Prüfung zugelassen. Auch die mündliche Prüfung ist sehr breit aufgestellt: Die Prüflinge haben eine halbe Stunde Zeit, sich auf ihren zehnminütigen Kurzvortrag vorzubereiten. Danach ist die Prüfungskommission mit ihren Fragen an der Reihe.
So sind die Hauptgründe für die hohe Durchfallquote die notwendige lange Vorbereitungszeit, der umfangreiche Lernstoff und die praktische Anwendung des Wissens. Insgesamt haben die Kandidaten drei Versuche. Leider nützt es beim Scheitern in einem Part der Prüfung nichts, wenn man einen anderen besteht. Wiederholt werden kann immer nur die gesamte Prüfung.
Fachleute sehen einen weiteren Grund für die hohe Durchfallquote darin, dass der Inhalt des Examens von den Finanzministerien und damit von der Finanzverwaltung gesteuert wird. Praktiker beklagen, dass die Problemstellungen zum Teil sehr realitäts- und praxisfern und auch von geprüften Steuerberatern nur schwer zu lösen seien.
Erfahren Sie alles über Inhalte und Anforderungen der Steuerberaterprüfung.
Wer stellt die Prüfungen zusammen?
Die Steuerberaterkammern kümmern sich um den organisatorischen Ablauf der Prüfung. Die Aufgaben kommen jedoch von den Finanzministerien der Bundesländer. Die Finanzverwaltung will damit einen hohen Qualitätsanspruch sicherstellen, die Steuerberaterkammern monieren, dass sie nicht ausreichend in die Prüfungsvorbereitung mit einbezogen würden. Letztlich zählt für den einzelnen Kandidaten eine optimale Vorbereitung, um den schriftlichen Teil und im Anschluss das mündliche Examen zu bestehen.
In Klausurenkursen bereiten wir Sie auf die Klausuren vor und zeigen, wie Sie Ihr Wissen bestmöglich einsetzen.
- Online-Intensiv-Klausurenlehrgang
- Intensiv-Klausurenlehrgang
- Klausur-Technik-Lehrgang
In Lehrgängen zur mündlichen Prüfung trainieren wir Sie optimal für die mündliche Prüfungssituation.
Erfolgreich zur Steuerberaterprüfung - fachliche Expertise seit über 70 Jahren
Seit 1950 bilden wir Steuerberater aus. Profitieren Sie von unserem fokussierten, auf das Bestehen des Steuerberaterprüfung optimierten Ausbildungs-Konzept. Dieses stellt sicher, dass überdurchschnittlich viele Teilnehmer die Prüfung zum Steuerberater direkt im ersten Anlauf bestehen. Unser Ausbildungs-Konzept für die Steuerberaterprüfung umfasst dabei die gesamte Vorbereitung auf alle Teile des Steuerberaterexamens.






