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Vorbereitung Steuerberaterprüfung: So gelingt das Examen

Mit über 200 Gesetzen und Verordnungen ist das deutsche Steuergesetz so undurchsichtig wie kein anderes. Zu Recht wird die bundeseinheitliche Steuerberaterprüfung deshalb jedes Jahr aufs Neue als äußerst anspruchsvoll gefürchtet. Sie setzt sich aus einem schriftlichen Teil mit drei Klausuren und einem mündlichen Teil mit Kurzvortrag und Prüfungsgespräch zusammen. Hohe Durchfallquoten lassen auf eine unzureichende oder falsche Vorbereitung vieler Teilnehmer schließen. Erfahren Sie, wie Sie sich nicht nur intensiv, sondern vor allem richtig auf das Examen vorbereiten.

Was erwartet mich in der Prüfung?

In der Steuerberaterprüfung werden folgende große Themenbereiche geprüft:

  • Steuerliches Verfahrensrecht
  • Einkommen- und Ertragsteuern
  • Erbschaft- und Grundsteuer
  • Bewertungsrecht
  • Handels- und Zivilrecht
  • Betriebswirtschaft
  • Rechnungswesen
  • Volkswirtschaft
  • Berufsrecht

In der schriftlichen Prüfung müssen Sie komplexe Sachverhalte im Stil eines Gutachtens bearbeiten. In der mündlichen Prüfung halten Sie einen Kurzvortrag und absolvieren sechs Prüfungsgesprächsrunden zu sechs der acht Themenbereiche.

In Klausurenkursen bereiten wir Sie optimal auf die Klausuren vor und zeigen, wie Sie Ihr gesammeltes Wissen bestmöglich einsetzen.

In Lehrgängen zur mündlichen Prüfung bereiten wir Sie auf die speziellen Anforderungen vor und trainieren Sie optimal für die Prüfungssituation.

Welche Wege der Vorbereitung gibt es?

Die Voraussetzungen für die Teilnahme an der Steuerberaterprüfung sind hoch. Daher empfehlen Experten, 12-18 Monate lang das Steuerberaterexamen an Position eins zu stellen. Dabei sollten Sie in jedem Fall Steuerberaterlehrgänge mit einem intensiven Selbststudium kombinieren. Sie brauchen:

  • Das richtige Lehrgangskonzept für Ihre Situation: berufsbegleitend, Vollzeit, Teilzeit, Abend- oder Fernkurs
  • Die relevante Literatur und das richtige Material, wie etwa Prüfungsprotokolle für Ihr Selbststudium
  • Eine effektive Lerntechnik für Ihren persönlichen Lerntyp
  • Die richtige Herangehensweise in den unterschiedlichen Phasen der Vorbereitung

Welches Lehrgangskonzept ist das richtige für mich?

Das Lehrgangskonzept muss Ihren persönlichen Rahmenbedingungen entsprechen, also vor allem Ihrer beruflichen, finanziellen und privaten Situation, aber auch Ihrer Vorbildung. Fragen Sie sich zum Beispiel,

  • ob Sie es sich leisten können, für einen überschaubaren Zeitraum aus dem Job auszusteigen,
  • ob Ihr Arbeitgeber Sie bei der Vorbereitung auf die Prüfung unterstützt,
  • welche Argumente Sie Ihrem Chef für diese Unterstützung liefern können,
  • ob Sie Zuschüsse für die Vorbereitung erhalten können,
  • ob Ihr Partner und Ihre Familie Sie in der Zeit der Vorbereitung unterstützen und Ihnen Freiräume schaffen können.

Berufsbegleitende Vorbereitung

Müssen Sie während der Vorbereitung Geld verdienen, können Sie zwischen mehreren Arten der berufsbegleitenden Vorbereitung wählen.

  1. Abendlehrgang: Auch wenn diese Kurse als Abendlehrgänge bezeichnet werden, finden sie nicht zwingend abends statt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie einmal in der Woche stattfinden – in der Regel ein- bis anderthalb Jahre vor der Steuerberaterprüfung. Dabei wählen Sie meist zwischen Abendveranstaltungen oder Samstagskursen.
  2. Fernlehrgang: Wer nicht in der Nähe eines Anbieters wohnt oder keinen regelmäßigen Abendtermin einrichten kann, entscheidet sich für einen Fernkurs.

Vollzeit-Vorbereitung

Sofern möglich, können Sie sich für einen abgesteckten Zeitraum auch voll und ganz der Vorbereitung verschreiben. Der Vorteil: Die Vollzeit-Kurse sind in wesentlich kürzerer Zeit zu absolvieren als Abend- oder Fernlehrgänge. Denn Sie üben in kleinen Lerngruppen effizient den Stoff ein. Für eine erfolgreiche Vorbereitung müssen Sie diesen und die jeweiligen Bereiche aber dennoch zuhause nachbereiten. Denn Vollzeitkurs bedeutet nicht, dass Sie nach dem Lehrgang fertig sind mit dem Lernen.

Für den Vollzeit-Lehrgang benötigen Sie finanzielle Sicherheit. Viele Arbeitgeber stellen Ihre Angestellten für die Zeit der Vorbereitung frei. Fragen Sie nach!

Mix aus Vollzeit und berufsbegleitendem Kurs

Tipp: Kann oder will Ihr Chef Sie nicht freistellen, können Sie sich für eine Kombination aus Vollzeit- und berufsbegleitendem Lehrgang entscheiden. Diese Mischung kombiniert einen Blockkurs über einen kurzen Zeitraum mit Samstagsunterricht und Fernlehrgang daheim.

Mit unseren Tages-, Samstags- und Kombi-Lehrgängen wählen Sie die Lehrgangsform, die am besten zu Ihrem beruflichen Alltag passt.

Wie finde ich den richtigen Anbieter?

Es gibt zahlreiche Schulen und Einrichtungen, die Vorbereitungskurse auf die Steuerberaterprüfung anbieten. Bevor Sie sich für einen Anbieter entscheiden, sollten Sie wissen, welche Art von Kurs Sie belegen möchten.
Haben Sie Ihre Liste potenzieller Anbieter eingegrenzt, holen Sie sich auf den Internetseiten erste Informationen und bestellen sich Broschüren, Materialien und detaillierte Informationen zu den einzelnen Kursen. Einige Einrichtungen bieten Interessenten zudem an, probeweise an Lehrgängen teilzunehmen.

Erfahren Sie mehr in unseren Informationsveranstaltungen

Darüber hinaus hören Sie sich bei bekannten Steuerberatern um, die vor kurzem die Prüfung bestanden haben. Welche Erfahrungen haben diese mit dem gewählten Vorbereitungskurs gemacht? Mit welchem Anbieter waren sie zufrieden? Welche Tipps können sie Ihnen mitgeben?

Was kostet der Vorbereitungslehrgang?

Die Kosten entscheiden sich vor allem an der Art des Kurses. Die Spanne bewegt sich in der Regel zwischen 800 und 5.000 Euro – je nachdem, ob Sie sich für ein Fernstudium oder einen Vollzeitkurs entscheiden.
In die Gesamtrechnung fließen zudem die Ausgaben für Lehrmaterial, Fahrten zu Lerngruppen und gegebenenfalls Übernachtungen mit ein. Um zur Prüfung zugelassen zu werden, müssen Sie der Steuerberaterkammer Zulassungs- und Prüfungsgebühren von jeweils 200 Euro und 1.000 Euro zahlen. Zugleich sollten Sie den Verdienstausfall während des Steuerberater-Vorbereitungskurses einkalkulieren, falls Sie nicht freigestellt werden.

Hier finden Sie eine Übersicht weiterer Förderungsmöglichkeiten.

Wie lerne ich richtig?

Das Steuerrecht fordert Ihnen in der Vorbereitung auf die schriftliche und mündliche Steuerberaterprüfung alles ab. Deswegen ist es wichtig, effiziente und individuell passende Lerntechniken zu nutzen und sich auf die spezielle Examenssituation vorzubereiten.

Besonders zwei Dinge fordern die Teilnehmer heraus:

  1. Stoffmasse beherrschen: Das Steuerrecht scheint bodenlos. Treffen Sie im Vorfeld eine sinnvolle Stoffauswahl und priorisieren Sie Lernschwerpunkte!
  2. Fälle lösen: Konkrete steuerrechtliche Sachverhalte statt abstraktes Wissen. Es geht um Methodenkompetenz und die Anwendung am Fall. Lernen Sie anhand von Praxisfällen anstatt mit trockenen Theorievorträgen.

Fallorientiertes Lernen in kleinen Lerngruppen

Um Ihr Wissen in der Praxis anzuwenden, sollten Sie Ihren Fokus auf das fallorientierte Lernen richten. Dafür eigenen sich kleine Lerngruppen – möglicherweise auch Lerngruppen außerhalb des klassischen Lehrgangs, in denen Sie Inhalte des Kurses nacharbeiten können.

Klausuren schreiben

Fachleute empfehlen, in der Vorbereitung auf die schriftliche Steuerberaterprüfung 30 bis 50 Probeklausuren zu schreiben. Denn damit erreichen Sie mehrere Dinge:

  • Sie wiederholen Ihr Fachwissen.
  • Sie erhalten die Gelegenheit, Gelerntes praktisch anzuwenden.
  • Sie stellen sich auf eine Prüfungsatmosphäre ein.
  • Sie können nach dem Klausurergebnis Lücken füllen und Lernen intensivieren.
  • Sie entwickeln eigene Routinen für Ihre Prüfungsabläufe.

Kurzvorträge halten

Zur mündlichen Prüfungsvorbereitung halten Sie Kurzvorträge, um freies Sprechen und eine sichere Vortragstechnik zu üben! Trainieren Sie diese z.B. vor dem Spiegel oder einer Gruppe.

Lesen Sie mehr zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung

Unsere Lehrgänge trainieren Sie für die speziellen Anforderungen der mündlichen Steuerberaterprüfung:

Die Prüfung wird durchgehend unter realistischen Bedingungen simuliert. In Gruppen von vier bis fünf Personen wird jede/r Teilnehmer/in mehrfach für rund 40 bis 45 Minuten von jeweils zwei Dozenten befragt. Sie erhalten ein Kurzfeedback zu Ihren Leistungen. Neben inhaltlicher Wissensvermittlung trainieren wir das persönliche Auftreten in der Prüfungssituation, um Sicherheit für die konkrete Prüfungssituation zu schaffen.

Übrigens: Erst wenn Sie die Gesamtprüfung bestanden haben, können Sie die Bestellung zum Steuerberater bei der zuständigen Steuerberaterkammer beantragen. Und erst wenn die Kammer Ihrem Antrag zustimmt, dürfen Sie sich offiziell „Steuerberater“ bzw. „Steuerberaterin“ nennen.