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Bilanzbuchhalter Ausbildung

Bilanzbuchhalter gehören zu den begehrtesten Fachkräften im deutschen Finanz- und Rechnungswesen. In den vergangenen Jahren ist das Ansehen der Berufsgruppe sogar noch gestiegen. Die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter verbessert nicht nur die Karrrierechancen sondern sind auch der Schlüssel zu verantwortungsvolleren Positionen und mehr Gehalt.

Doch auch wenn häufig von „der Ausbildung“ sie Rede ist, handelt es sich hierbei um keine klassische Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes sondern um eine bundesweit einheitlich geregelte berufliche Weiterbildung. Auch wenn die Prüfung bei der Industrie- und Handelskammer abgenommen wird, bereiten Voll- und Teilzeitlehrgänge sowie Fernstudiengänge auf die Prüfung zum Bilanzbuchhalter vor.

Bei uns erfahren Sie alles Wichtige über die Ausbildung zum Bilanzbuchhalter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Es handelt sich hierbei nicht um eine klassische Berufsausbildung, sondern vielmehr um eine Aufstiegsfortbildung.
  • Je nach Vorbildung müssen sie zwei, drei oder sechs Jahre praktische Erfahrung für die Zulassung vorweisen
  • „Geprüfte Bilanzbuchhalter“ erhalten künftig die ergänzende Bezeichnung „Bachelor Professional“
  • Persönliche Voraussetzungen sind etwa (hohe Affinität mit dem Umgang von Zahlen, Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge, analytische Fähigkeiten, Genauigkeit und soziale Kompetenz)
  • Auf die Prüfung bereiten spezielle Lehrgänge umfassend vor
  • Für die Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter (IHK) können Sie verschiedene Fördermodelle in Anspruch nehmen

Warum sollte ich Bilanzbuchhalter werden?

Es gibt zahlreiche Gründe, den Abschluss „geprüfter Bilanzbuchhalter IHK“ anzustreben:

  • Mit dem Abschluss werden Sie zum angesehenen Spezialisten im Rechnungswesen
  • Es handelst sich um eine interessante und abwechslungsreiche Tätigkeit
  • IHK-geprüfte Bilanzbuchhalter sind gefragte Fachkräfte– national wie international
  • Die Gehälter sind in den vergangenen Jahren moderat gestiegen
  • Neben dem IHK-Abschlusszeugnis erhält man auch die allgemeine Hochschulzugangsberechtigung
  • Bilanzbuchhaltern werden lukrative Aufstiegsmöglichkeiten geboten

Die vier Wege zum „geprüften Bilanzbuchhalter“

Der Bilanzbuchhalter Abschluss ist das Ziel? Die vier klassischen Wege zur Zulassung zur Bilanzbuchhalterprüfung führen über:

  1. Eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung in einem anerkannten kaufmännischen oder verwaltenden Ausbildungsberuf
  2. Einen wirtschaftsnahen Fortbildungsabschluss. Darunter fallen folgende Abschlüsse:
    • Fachwirt/in
    • Fachkaufmann/Fachkauffrau
    • Staatlich geprüfter Betriebswirt/in
  3. Ein wirtschaftswissenschaftliches Hochschulstudium
  4. Ohne Ausbildung: Eine mindestens sechsjährige Berufspraxis im Bereich des betrieblichen Finanz- und Rechnungswesens

Wie lange dauert die Weiterbildung Bilanzbuchhalter IHK?

Die Kursdauer variiert je nach Lehrgangsform. Weiterbilden kann man sich mit einem Vollzeit-, Teilzeit- oder Fernlehrgang. Teilzeitlehrgänge finden zumeist abends oder am Wochenende statt und werden in der Regel innerhalb von 16 Monaten absolviert. Vollzeitlehrgänge werden von montags bis freitags angeboten und dauern in der Regel ca. 4 Monate. Das Fernstudium hingegen beträgt zwischen 18 und 24 Monate.

Alle Modelle haben eins gemeinsam. Am Ende schließt man mit der Prüfung zum Bilanzbuchhalter bei der Industrie- und Handelskammer ab. Wer diese erfolgreich besteht, hat bereits den ersten Schritt auf der Karriereleiter erklommen.

Tipp

Neben der Industrie- und Handelskammer bietet sich die zusätzliche oder alternative Möglichkeit, die Bilanzbuchhalter-Prüfung der Steuer-Fachschule Dr. Endriss abzulegen. Ca. 700 Teilnehmende nehmen jährlich an den Prüfungen der Steuer-Fachschule Dr. Endriss teil. Die Termine der Endriss-Prüfung liegen immer vor den IHK-Prüfungsterminen. Dies ist für die Teilnehmer eine sehr gute Möglichkeit eine solch anspruchsvolle und wichtige Prüfung vorab zu simulieren.

Wie viel praktische Berufserfahrung ist notwendig?

Je nach Werdegang ist die geforderte praktische Tätigkeitszeit unterschiedlich lang: Um zur schriftlichen Bilanzbuchhalterprüfung zugelassen zu werden,  wird hier zwischen zwei, drei, oder sechs Jahren Berufserfahrung unterschieden.

Wann sollte ich mit der Weiterbildung beginnen?

Zunächst ist es empfehlenswert die Weiterbildung und die Prüfung getrennt voneinander zu betrachten. Im Gegensatz zur Bilanzbuchhalter-Prüfung, gibt es bei der Aus- bzw. Fortbildung keine speziellen Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen. 

Aus diesem Grund ist es ratsam die Fortbildung zu beginnen, auch wenn die formalen Voraussetzungen, die für die Zulassung zur Prüfung notwendig sind, noch nicht erfüllt werden. Diese müssen Sie nämlich erst zum Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung bei der IHK vorweisen (§ 2 Prüfungsverordnung). 

Wie bereits erwähnt, ist je nach Vorbildung die geforderte praktische Tätigkeitszeit unterschiedlich lang. Aufgrund der Tatsache, dass die während der Dauer eines Lehrgangs erworbene Berufserfahrung mit angerechnet wird, ergibt sich der Vorteil, sich viel Zeit sparen zu können.

Persönliche Voraussetzungen

Die Bilanzbuchhalterausbildung ist fordernd. Aus diesem Grund sollten Sie neben den formellen Voraussetzungen auch bestimmte persönliche Eigenschaften mitbringen um die Prüfung auch tatsächlich erfolgreich abschließen zu können.

Zu den Voraussetzungen persönlicher Natur gehören:

  • Interesse für Zahlen sowie ausgeprägtes mathematisches Wissen
  • Fundiertes Wissen zu Finanz- und Steuerrecht
  • Planungs- und Organisationstalent
  • Gründlichkeit, Genauigkeit und Sorgfalt
  • Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein
  • Selbstständige, vorausschauende und teamorientierte Arbeitsweise

Gibt es Förderungen für die Bilanzbuchhalterausbidlung?

Für den Bilanzbuchhalter-Lehrgang gibt es verschiedene bundesweite und regionale Fördermöglichkeiten. Meister-BAföG, Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit, Prämiengutschein, Regionale Fördermodelle 

Besonders attraktiv ist das Aufstiegs-BAföG. Überprüfen Sie jetzt Ihre persönlichen Förderungsvoraussetzungen

Wer kann Aufstiegs-BAföG erhalten?

Aufstiegs-BAföG kann erhalten, 

  • wer eine sogenannte berufliche Aufstiegsfortbildung (dazu gehört auch die Fortbildung Bilanzbuchhalter/in) absolvieren möchte und noch kein Aufstiegs-BAföG in Anspruch genommen hat.

Und, 

  • wer einen Bescheid über die Zulassung zur IHK-Prüfung vorlegen kann

möglichst frühe Beantragung der Fördergelder und Kursanmeldung.

Gibt es weitere Fördermöglichkeiten?

Nur wenn Sie kein Aufstiegs-BAföG in Anspruch nehmen können, z.B. weil sie bereits eine Weiterbildung über Aufstiegs-BAföG finanziert haben, oder weil Sie z.B. einen Master-Abschluss haben, kommen andere Förderungen in Frage.

Weitere Informationen zu den unterschiedlichen Förderinstrumenten erhalten Sie unter www.endriss.de/beratung/foerderungen