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Beruf Finanzbuchhalter

Für den Erfolg eines Unternehmens ist die Beurteilung der wirtschaftlichen Lage anhand von Informationen zum Vermögen, zur Finanzierung und der Liquidität unerlässlich. Die Finanzbuchhaltung spielt dabei eine zentrale Rolle und bildet die Grundlage für wichtige Managemententscheidungen und langfristige Unternehmensstrategien. Als Experte liefert der Finanzbuchhalter wichtige Daten, die offenlegen, wie es um die finanzielle Situation des Unternehmens steht. Die Aufgabenpalette des Finanzbuchhalters ist somit ziemlich breit aufgestellt und mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden.

Doch wie wird man Finanzbuchhalter und welche Aufgaben und spannende Zukunftsperspektiven sind zu erwarten? Wir haben die Antworten. Zudem erfahren Sie hier alles Wissenswerte rund um die Ausbildung, die Arbeitsbereiche und das Gehalt.

  • Das Wichtigste auf einen Blick
  • Warum Finanzbuchhalter werden?
  • Typische Branchen
  • Wie werde ich Finanzbuchhalter?
  • Welche Aufgaben hat ein Finanzbuchhalter?
  • Welche Fähigkeiten braucht ein Finanzbuchhalter?
  • Was verdient ein Finanzbuchhalter?
  • Karriereperspektiven & Aufstiegschancen

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Finanzbuchhalter wird man nicht mit einer klassischen Ausbildung, sondern mithilfe einer berufspraktischen Weiterbildung
  • Das durchschnittliche Finanzbuchhalter-Gehalt liegt laut dem Portal Gehalt.de in Deutschland bei ca. 47.000 Euro brutto
  • Als Finanzbuchhalter übernehmen Sie verantwortungsvolle und vielfältige Aufgaben in der Buchhaltung und im Rechnungswesen
  • Es gibt zahlreiche Karriere- und Entwicklungsperspektiven wie z.B. der Aufstieg zum Bilanzbuchhalter, Controller oder Steuerberater

 

AUFGABEN

  • Mitarbeit bei der Erstellung der Monats-, Quartals- und Jahresabschlüsse
  • Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldung
  • Auswertung & Unterstützung bei der Erstellung von Statistiken
  • Erstellung von Rückstellungen und Abgrenzungen
  • Überprüfung der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung
  • Debitoren-, Kreditorenbuchhaltung inkl. Mahnwesen
  • Ggf. Lohn- und Gehaltsabrechnung

FÄHIGKEITEN

  • Zahlenaffinität und mathematisches Verständnis
  • Selbstständigkeit
  • Kommunikationsstärke
  • Belastbarkeit
  • Verschwiegenheit
  • Organisationstalent
  • Technikaffinität

AUSBILDUNGSWEGE

  • Über eine kaufmännische Ausbildung oder vergleichbare Ausbildung
  • Über berufspraktische Erfahrungen im kaufmännischen Bereich
  • Über den Abschluss "Debitoren-, Kreditorenbuchhalter"

GEHALT

  • Im Schnitt: 40.800 EUR brutto im Jahr
  • Einstiegsgehalt im Schnitt rund 35.000 EUR brutto im Jahr
  • Abhängig von Unternehmensgröße, Bundesland, Berufserfahrung und Alter
  • Spitzengehälter von rund 60.000 EUR im Jahr

Warum Finanzbuchhalter werden?

Es gibt zahlreiche Gründe, weshalb man den Abschluss "Finanzbuchhalter" anstreben sollte:

  • Finanzbuchhalter ist ein verantwortungsvoller Beruf mit vielfältigen und interessanten Aufgaben
  • Derzeit gibt es eine erhöhte Nachfrage nach Zahlenexperten
  • Finanzbuchhalter werden in jeder Branche benötigt – sowohl in kleinen Unternehmen als auch in großen Konzernen
  • Vielversprechende Aufstiegsmöglichkeiten & Zukunftsperspektiven
  • Die Gehälter sind in den vergangenen Jahren moderat gestiegen
  • Der Finanzbuchhalter kann im Finanz- und Rechnungswesen bei Unternehmen beliebiger Größe und Branche arbeiten

Typische Branchen

Wie bereits erwähnt ist der Beruf des Finanzbuchhalters nicht auf einen bestimmten Wirtschaftsbereich festgelegt. Demnach können sie nicht nur unabhängig von der Größe des Unternehmens, sondern auch branchenübergreifend eingesetzt werden.

Nach der Weiterbildung ist u.a. eine Beschäftigung in Unternehmen folgender Bereiche möglich:

  • Industrie
  • Handwerk
  • Dienstleistung
  • Handel
  • Kanzlei/Steuerbüro

Wie werde ich Finanzbuchhalter?

Für angehende Finanzbuchhalter hat es einen hohen Stellenwert, zu wissen, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, die den Zugang zu dieser Qualifizierung bilden.
Vergleichbar mit dem Berufszweig des Bilanzbuchhalters handelt es sich hierbei nicht um eine klassische Berufsausbildung im Sinne des Berufsbildungsgesetzes, sondern um eine berufliche Weiterbildung. Aus diesem Grund werden üblicherweise eine abgeschlossene Berufsausbildung sowie Berufserfahrung im kaufmännischen Bereich vorausgesetzt.

Der Lehrgang schließt mit einer schriftlichen Prüfung ab, Sie ist Grundlage für die Ausstellung des qualifizierten Zertifikates „Finanzbuchhalter“. Die Weiterbildungsangebote reichen dabei von Vollzeit- über Teilzeitkurse bis hin zu Fernkursen oder Onlinekursen und können wenige Monate oder aber auch über ein Jahr dauern.

Welche Aufgaben hat ein Finanzbuchhalter?

Die Finanzbuchhaltung, kurz „Fibu“, stellt ein zentrales Element des betrieblichen Rechnungswesens dar. Als Finanzbuchhalter übernehmen Sie verantwortungsvolle und vielfältige Aufgaben. Diese erstrecken sich von der Debitoren-/Kreditorenbuchhaltung und vorbereitenden Abschlussarbeiten im Handels- und Steuerrecht bis zur Vorbereitung bzw. Mitarbeit bei strategischen Finanzmanagementfragen.

Die Hauptaufgaben eines Finanzbuchhalters lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Kontierung und Buchung sämtlicher Geschäftsfälle
  • Abstimmung und Verwaltung der Bestands-, Erfolgs- und Privatkonten
  • monatliche Kostenrechnung
  • Abwicklung des Zahlungsverkehrs
  • Meldungen an Ämter und Verwaltungen
  • Überprüfung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung
  • vorbereitende Jahresabschlussarbeiten
  • Mitwirkung bei der Erstellung der Monats- und Jahresabschlüsse
  • Abstimmung und Führung der Kreditoren-, Debitoren-, Anlagenbuchhaltung sowie Bank und Kasse
  • Verantwortung für das Mahnwesen und Überwachung der OP-Listen
  • Ermittlung und Verbuchung der Steuerlast (z.B. Erstellung der Umsatzsteuervoranmeldung)
  • Prüfung und Verbuchung von Reisekostenabrechnungen

Welche Fähigkeiten braucht ein Finanzbuchhalter?

Angehende Finanzbuchhalter sollten logischerweise eine Affinität für Zahlen und die vielen verschiedenen Darstellungsformen wie z. B. Tabellen, Diagramme und Statistiken haben. Doch allein das reicht nicht aus, um dem anspruchsvollen Beruf gerecht zu werden. Um den Beruf bestmöglich auszuüben sollten Sie über folgende Fähigkeiten verfügen:

Computerkenntnisse: Als Finanzbuchhalter nutzen Sie im Unternehmen in der Regel Finanzprogramme und Managementtools. Dadurch werden Vorgänge automatisiert und Betriebsabläufe im Unternehmen beschleunigt

Gründlichkeit und Sorgfalt: Für die tägliche Arbeit als Finanzbuchhalter ist es wichtig einen Überblick über die Menge an Buchungsposten und Geschäftsvorfällen zu bewahren.
Eine sorgfältige und gründliche Handhabung ist daher unerlässlich.

Eigenverantwortlichkeit: Ihre Aufgaben als Finanzbuchhalter sind vielfältig. Oftmals sind die Tätigkeiten an gesetzlichen Terminen und Fristen gebunden. Eine zuverlässige, selbstständige und systematische Arbeitsweise ist dabei eine zentrale Stütze.

Was verdient ein Finanzbuchhalter?

Der Durchschnittsverdienst im Beruf liegt laut dem Portal Gehalt.de bei 47.786 Euro brutto im Jahr.

Doch wie auch in anderen vergleichbaren Berufen ist die genaue Höhe des Gehalts allerdings von mehreren Faktoren abhängig:

  • Alter
  • Berufserfahrung
  • Region
  • Verantwortungsbereich
  • Größe des Unternehmens

Nicht zuletzt entscheidet auch das individuelle Verhandlungsgeschick über den künftigen Lohn.
Detaillierte Informationen zum Gehalt finden Sie hier.

Perspektiven und Weiterbildungsmöglichkeiten

Im Bereich des Rechnungswesens und der Lohnbuchhaltung sind Finanzbuchhalter durchaus gefragte Fachkräfte. Dank der hohen fachlichen Spezialisierung und Qualifikation stehen Ihnen jedoch auch zahlreiche weitere interessante Türen offen. Mögliche Entwicklungsperspektiven sind zum Beispiel der Aufstieg zum Bilanzbuchhalter, Controller, Leiter Rechnungswesen oder Steuerberater.

Mit viel Engagement und der entsprechenden Zusatzqualifikation lässt sich ein höheres Einkommen erzielen. Zudem ebnet es den Weg für eine erfolgreiche Karriere sowie ein spannendes und abwechslungsreiches Berufsleben.