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8 Dinge, die Steuerberater für kleine Unternehmen, Freelancer und Selbstständige beherzigen sollten

Veröffentlicht am von Gastbeitrag

Für viele Kleinunternehmer, Selbstständige oder Freelancer sind Steuergesetze ein Dschungel voller Paragraphen ohne Durchblick. Die meisten werden sich wünschen, sich niemals mit den Gesetzen auseinandersetzen zu müssen. Selbstständigen wird dies allerdings nie möglich sein. Doch wofür gibt es denn einen Steuerberater?

Die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch zu nehmen, empfiehlt sich für jeden Unternehmer. Der Steuerberater ist der Experte, was steuerrechtliche und betriebswirtschaftliche Fragen angeht.

Auch für Steuerberater ist es nicht leicht, neue Mandanten zu gewinnen. Daher sollten sie sich fragen: Was ist kleinen Unternehmern bei einem Steuerberater wichtig? Was zeichnet einen guten Steuerberater aus?

1. Vertrauen wecken
“Über Geld spricht man nicht” - zumindest in Deutschland. Vielen Kleinunternehmern ist es unangenehm über ihr Gehalt oder ihren Kontostand zu sprechen. Doch gegenüber einem Steuerberater muss dieses Tabu gebrochen werden. Damit der Steuerberater seiner Arbeit nachgehen kann, müssen ihm alle benötigten finanziellen Daten/Informationen vorliegen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, von Anfang an Vertrauen bei den Mandanten zu wecken. Der Steuerberater sollte sich schon beim ersten Gespräch genügend Zeit für seinen Mandanten nehmen. Kein Unternehmer wird sich wohlfühlen, wenn ihm nicht zugehört und er nur als Geldgeber gesehen wird. Steuerberater sollten darauf Wert legen, eine Beziehung aufzubauen und mit dem Mandanten auf einer Wellenlänge zu sein.

2. Bezahlbar sein
Kleine Unternehmer schwimmen nicht in Geld. Bei der Suche nach einem passenden Steuerberater wird der Preis eine große Rolle spielen. Selbstständige und Freiberufler wünschen sich eine angemessene Bezahlung und gute Beratung. Die Steuerberatervergütungsverordnung lässt Steuerberatern zwar keinen allzu großen Spielraum, was die Gebühren für ihre Arbeit angeht. Jedoch legt diese nur einen Rahmen fest, innerhalb dem Steuerberater ihre Tätigkeit abrechnen können.

Als Steuerberater solltest du nicht jede einzelne Minute eines kurzen Telefonats berechnen. Versuche die Kosten möglichst gering zu halten. Sonst erweckt das den Eindruck, als würdest du dich mehr für das Geld als die steuerrechtlichen Anliegen des Mandanten interessieren.

3. Branchen Know-how vermitteln
Arbeitet der Mandant in einer bestimmten Branche, zum Beispiel als Selbstständiger im IT-Bereich, ist es wünschenswert, dass sich der Steuerberater in dieser Branche auskennt. Kennt er sich aus, wirkt er auf potenzielle Mandanten vertrauenswürdiger. Von daher sollten sich Steuerberater auf spezielle Branchen spezialisieren.

4. Verständlich sprechen
Unternehmer suchen Unterstützung eines Steuerberaters, da sie sich mit der Materie nur bedingt auskennen. Sie müssen Steuern bezahlen, aber kennen den Hintergrund dazu nicht. Daher sollte sich ein Steuerberater für eine gute Zusammenarbeit mit seinen Mandanten verständlich ausdrücken können. Das heißt: kein Fachchinesisch. Mandanten sollten ihren Steuerberater ohne tiefergehendes Hintergrundwissen verstehen. Sie wünschen einsehbare Antworten auf ihre Fragen.

5. Beratung & Austausch
Stehen steuerrechtliche Probleme oder auch Chancen an, sollte der Steuerberater diese frühzeitig erkennen und reagieren. Kleinunternehmer profitieren von Steuerberatern, die sie bei der aktiven Planung unterstützen und eigenständige Vorschläge einbringen. Ein regelmäßiger Austausch zwischen Steuerberater und Mandant ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Um diesen Austausch zu gewährleisten, sollte der Steuerberater für Rückfragen jederzeit zur Verfügung stehen.

6. Gespräche begleiten
Suchen Kleinunternehmer einen Steuerberater auf, sind sie entweder unzufrieden und wollen wechseln oder befinden sich in der Gründungsphase. Trifft Letzteres zu, muss der Steuerberater bedenken, dass nicht jeder Gründer gut mit Zahlen umgehen kann. Zudem können sich nur wenige über einen kompetenten Ansprechpartner, der bei Gesprächen mit Geldgebern zur Seite steht, freuen.

Ein guter Steuerberater begleitet seine Mandanten zu wichtigen Terminen. So kann er klarstellen, warum beispielsweise Investitionen wichtig sind und welche steuerrechtlichen Auswirkungen diese hätten. Er sorgt dafür, dass sich die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens durch betriebswirtschaftliche Auswertungen belegen lassen.

7. Regelmäßig erinnern
Steuergesetze vollziehen sich einer ständigen Änderung. Kleinunternehmer bekommen von diesen Änderungen meist nur wenig mit. Daher informiert ein Steuerberater seine Mandanten  regelmäßig über Steuergesetzesänderungen. Zusätzlich erinnert er an Fristen für die Abgabe von Erklärungen, Zahlungen und Vorauszahlungen.

8. Digital denken
Die meist gegründeten Startups 2017 stammen aus der IT-Branche. Die Jobs der Zukunft entstehen in der digitalen Welt. Somit sollte auch der Steuerberater offen gegenüber innovativen Unternehmern sein.

Digitales Denken und die Offenheit gegenüber digitalen Medien werden zukünftig Voraussetzung für jeden Steuerberater sein. Viele Kleinunternehmer suchen einen Steuerberater unter anderem online. Von daher ist es nicht verkehrt, dass die eigene Kanzlei auf Websites wie z.B. die der Bundessteuerberaterkammer oder auch beim deutschen Steuerberaterverband vertreten ist.

Wir leben in einem digitalen Zeitalter. Der Steuerberater sollte sich darauf einstellen, dass Unternehmer Belege und Buchhaltungsunterlagen digital weiterleiten. Häufig wird dies mithilfe einer Buchhaltungssoftware erledigt. Cloud-Plattformen ermöglichen einen einfachen und unkomplizierten Austausch von Belegen und sollten deshalb zur Grundausstattung eines Steuerberaters zählen. Ist der Steuerberater innovativ und offen gegenüber der Digitalisierung, trifft er bei innovativen und digital denkenden Mandanten auf Zuspruch. Ein Beispiel für eine Buchhaltungssoftware wäre sevDesk.

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