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Gehalt Finanzbuchhalter

Das Rechnungswesen wird immer komplexer und umfangreicher. Abhilfe schafft hier die Finanzbuchhaltung. Als zentraler Bestandteil des betrieblichen Rechnungswesens bietet sie mit ihren monatlichen Auswertungen einen klaren Überblick über die wirtschaftliche Situation eines Unternehmens.
Demnach zählen Finanzbuchhalter mir ihren Fähigkeiten und Kenntnissen auch zu sehr beliebten Fachkräften. Sollten Sie sich demnach um eine Karriere in der Buchhaltung bemühen, dürfen Sie sich als Finanzbuchhalter auf vielversprechende Jobperspektiven freuen. Zudem profitieren Sie in diesem Beruf von attraktiven Verdienstmöglichkeiten.

Doch wie viel verdient man jetzt genau als FinanzbuchhalterInund welche Faktoren haben Einfluss auf das Gehalt? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, haben wir recherchiert und bringen für Sie Licht ins Dunkel.

Ein kurzer Hinweis vorweg: Die von uns angegebenen Gehaltszahlen dienen einzig und allein zur Orientierung. Vergleichbar mit vielen anderen Branchen, bleiben auch in der Finanzbuchhaltung pauschale Aussagen zum individuellen Lohn schwer. Neben persönlicher Qualifikation und Berufserfahrung bemisst sich der Verdienst an vielen unterschiedlichen Faktoren. Dazu zählen unter anderem die Größe und Branche des Arbeitgebers, die Wahl des Arbeitsortes und das individuelle Verhandlungsgeschick.

Das Wichtigste in Kürze

  • Als FinanzbuchhalterIn hat man die Chance auf ein attraktives Gehalt
  • Ø Gehalt: 40.800 € pro Jahr
  • Ø Gehalt: 3.400 € pro Monat
  • Ø Gehalt Einstieg: 35.000 Euro pro Jahr
  • Ø Spitzengehalt: 60.000 Euro pro Jahr
  • Am meisten verdienen Finanzbuchhalter in Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg
  • Nach dem Abschluss stehen vielfältige Aufstiegschancen zur Auswahl: Leiter Rechnungswesen (Ø Gehalt: 50.900), Geprüfter Bilanzbuchhalter (IHK) (Ø Gehalt: 61.553 Euro), Controller (Ø 57.217 Euro)

Mit welchem Gehalt kann man als Finanzbuchhalter rechnen?

Sind Sie auf der Suche nach einem passenden Job in der Finanzbuchhaltung? Dann setzen Sie sich bestimmt auch mit den künftigen Karriere- und Verdienstmöglichkeiten auseinander. Besonders die Höhe des Gehalts sehen viele als Gradmesser
Dem Portal stepstone.de zufolge liegt in diesem Berufszweig das deutschlandweite Bruttogehalt durchschnittlich bei 40.800 € im Jahr. Die Spanne für Finanzbuchhalter liegt dabei zwischen 36.500 € (Einstieg) und maximal 52.300 €.
Ähnlich fällt das Ergebnis von gehaltsreporter.de aus. Demzufolge können Sie in der Finanzbuchhaltung mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 35.000 Euro rechnen. Je nach Berufserfahrung, Branche sowie Bundesland kann sogar ein Bruttojahresgehalt von rund 60.000 Euro erreicht werden.

Welche Faktoren entscheiden am Ende über das Gehalt?

Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 40.800 € (brutto) und zahlreichen Aufstiegschancen, bietet dieser Beruf durchaus vielversprechende Verdienstmöglichkeiten. Doch wie sich bereits erahnen lässt, gibt es auch hier entscheidende Faktoren, die sich entweder positiv oder negativ auf die Höhe des Einkommens auswirken können. Zu diesen Faktoren zählen u.a.:

Branche

FinanzbuchhalterIn übernehmen Sie verantwortungsvolle und vielfältige Aufgaben in der Buchhaltung und im Rechnungswesen. Insbesondere deshalb genießen FinanzbuchhalterInnen ein Höchstmaß an Flexibilität, in welcher Branche sie letztendlich tätig werden wollen. Denn: Gute FinanzbuchhalterInnen werden praktisch in allen Branchen gesucht. Hier ein paar Beispiele:

  • Automobilindustrie
  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften
  • Steuerberater
  • Pharmaindustrie
  • Nahrungsmittelindustrie
  • Groß- und Außenhandel

Berufserfahrung - zahlt sich aus!

Ebenso wie die Branche zählt die Berufserfahrung zu den ausschlaggebendsten Indikatoren für das Gehalt; und das steigt mit den Jahren.
Wie sich der Gehaltsübersicht von Robert Half aus 2018 entnehmen lässt, gibt es hier deutliche Unterschiede.

0-2 Jahre: 35.000 - 39.250
3-5 Jahre: 38.750 - 46.000
6-9 Jahre: 44.750 - 50.250
10-15 Jahre: 48.250 - 54.250
> 15 Jahre: > 54.250 Euro

Unternehmensgröße

Neben der Branche und der Berufserfahrung hängt die Höhe des Gehalts auch von der Größe des Unternehmens ab. Daher werden Sie voraussichtlich in kleinen Unternehmen nicht so viel verdienen wie in großen oder mittelständischen Unternehmen.
Bei Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern liegt das durchschnittliche Gehalt bei 39.600 Euro brutto jährlich. Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern zahlen durchschnittlich 50.400 Euro brutto jährlich.

Höheres Einkommen durch Weiterbildung bzw. höhere Position

Sich weiterzubilden lohnt sich immer. Mit den folgenden Aufstiegsmöglichkeiten erhöhen Sie die Chance auf der Karriereleiter noch weiter nach oben zu klettern und dadurch auch ein höheres Gehalt zu erzielen. Für Finanzbuchhalter bieten sich folgende Aufstiegsmöglichkeiten:

  • Fortbildung Bilanzbuchhalter
  • Fortbildung Controller
  • Leiter der Finanzabteilung

Bundesland

Eines der größten, wenn nicht sogar der größte Einflussfaktor ist das Bundesland, indem Sie tätig sind. In Bundesländern wie Sachsen, Thüringen oder Mecklenburg-Vorpommern ist das Gehalt meist nicht so hoch wie in Hessen oder Bayern.

Bundesland

Gehalt

Baden-Württemberg

50.988 Euro

Bayern

49.419 Euro

Berlin

44.250 Euro

Brandenburg

37.313 Euro

Hamburg

49.839 Euro

Mecklenburg-Vorpommern

35.755 Euro

Niedersachsen

43.240 Euro

Nordrhein-Westfalen

47.517 Euro

Rheinland-Pfalz

46.241 Euro

Saarland

44.883 Euro

Sachsen

37.652 Euro

Sachsen-Anhalt

36.964 Euro

Schleswig-Holstein

41.499 Euro

Thüringen

38.155 Euro

Hessen

52.264 Euro

Bremen

45.245 Euro

Mit diesen 5 Tipps holen Sie mehr aus der nächsten Gehaltsverhandlung!

Damit Sie Ihrem Wunschgehalt ein Stück näherkommen, zeigen wir Ihnen mit welchen Tipps Sie sich am besten vorbereiten was es zu beachten gilt.

Gute Vorbereitung: Eine gute Vorbereitung ist ein wichtiger Schritt, um in Gehaltsverhandlungen souverän und selbstsicher aufzutreten. Aus diesem Grund informieren Sie sich im Vorfeld, welches realistische Gehalt mit dieser Position verbunden wird. Zu den wichtigsten Faktoren zählen u.a.: Die Ausbildung, die Berufserfahrung, die Größe sowie der Ort des Unternehmens. Sollten Sie sich weiterhin unsicher sein, wie viel Sie verlangen können, fragen Sie Freunde oder Verwandte mit ähnlicher Berufserfahrung.

Argumente vorbereiten: Bringen Sie spezielle Argumente hervor, welchen Mehrwert Sie für das Unternehmen schaffen und auch zukünftig schaffen werden.

Pausen nutzen: Weniger ist bekanntlich mehr. Vermeiden Sie starke Argumente durch unnötiges Weiterreden versanden zu lassen. Unser Tipp: Aussprechen, Pause machen, Reaktion abwarten. Doch Vorsicht: Sammeln Sie bestenfalls nicht nur Argumente, die Ihre Position stützen, sondern auch mögliche Gegenargumente, die Sie dadurch schnellstmöglich entkräften können.

Kompromiss finden: In der Gehaltsverhandlung geht es, wie der Name schon sagt, schließlich ums Verhandeln. Sollten Sie mit den angebotenen Konditionen nicht zufrieden sein, ist es wichtig, einen Kompriss zu finden, mit dem beide Seiten letztlich zufrieden sind. Unser Tipp: Beharren Sie nicht unnötig auf Forderungen, die nicht erfüllt werden, sondern schaffen Sie sich attraktive Alternativen. So können Sie statt Geld alternative Gegenleistungen vorschlagen. Dazu zählen u.a.: Möglichkeit auf Homeoffice, Zuschuss zu öffentlichen Verkehrsmitteln, Weiterbildungen, Anteile am Unternehmen, mehr Urlaubstage, Boni etc..

Seien Sie ruhig und selbstbewusst: Bei Gehaltsverhandlungen zählen nicht nur die harten Fakten, sondern auch Ihr Verhalten sowie Ihre Ausstrahlung. Bleiben Sie ruhig und selbstbewusst, denn: Schließlich haben Sie Anspruch auf den Gegenwert Ihrer Arbeitsleistung und diesen sollten Sie auch selbstsicher einfordern.